Mietspiegel Radebeul 2026
Für eine fundierte Entscheidung in Radebeul (PLZ 01445) zählen die Zahlen. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 9,90 €/m². Damit ist Radebeul rund 52,3 % teurer als der Sachsen-Median von 6,50 €/m².
In Radebeul (01445, Landkreis Meißen, Sachsen) liegt die mittlere Nettokaltmiete 2026 bei 9,90 €/m², mit einer Spanne von 8,26 €/m² für einfache Wohnungen bis 13,05 €/m² für gute Lagen und Ausstattungen. Damit ist das Mietniveau im Vergleich zum Bundesland um 52,3 % höher, was für Mieter spürbar ist, insbesondere wenn die Suche in Richtung besserer Mikrostandorte oder Wohnungsqualität geht. Der Mieterblick auf die Verteilung zeigt: Wer nur das untere Preisband anpeilt, findet in der Regel eher Bestandsangebote, während „gut“ sichtbar mehr Budget erfordert. Bei einer Einwohnerzahl von 32.979 und einem Bevölkerungstrend von 0,08 % pro Jahr bleibt die Nachfrage zwar stabil, aber der Preisdruck entsteht vor allem aus dem Verhältnis von Angebot und Haushaltsstrukturen.
Die Marktanspannung spiegelt sich auch in den Rahmenwerten wider: Die Leerstandsquote liegt bei 8,5 %, gleichzeitig prägen 41,1 % Singlehaushalte die Nachfrage nach kleineren bis mittleren Wohnungen. Ergänzend wirkt die soziale Struktur als Miettreiber, denn die Akademikerquote beträgt 13,7 % und die Einkommen (Index/Landkreis) liegen bei 37.839, was typischerweise die Zahlungsbereitschaft stützt. Die Eigentumsquote von 43,3 % kann zudem dazu beitragen, dass ein Teil der Nachfrage im Mietmarkt verbleibt, statt Wohnen durch Eigentum zu ersetzen. Für Mieter bedeutet das konkret, dass Übergangsräume zwischen „einfach“ und „gut“ weniger stark ausgeprägt sein können, als es bei niedrigeren Preisaufschlägen der Fall wäre.
Zentral für die Mietperspektive ist die Entwicklung: Die Mietentwicklung verläuft im Zeitraum 2022 bis 2026 mit 20,4 % steigend, was den langfristigen Kostenpfad für Neu- und Wiedervermietungen beeinflusst. Auf Bundeslandebene liegt das Miet-Perzentil bei 39, also in einem mittleren bis leicht höheren Niveau innerhalb Sachsens, wodurch Radebeul nicht am oberen Rand der regionalen Skala steht, aber klar über dem Landesschnitt liegt. Für die Haushaltsplanung sollten Mieter daher nicht nur die aktuelle Mittelwertlage von 9,90 €/m² betrachten, sondern die Preisunterschiede zwischen 8,26 €/m² und 13,05 €/m² als realistische Entscheidungsgrenze. In Summe erhöhen die steigenden Preise und die vorhandene Marktspannung die Wahrscheinlichkeit, dass bei Vertragswechseln der Mietanteil im Budget schneller wächst als die allgemeine demografische Dynamik.
Kennzahlen Radebeul 2026
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ø Kaltmiete | 9,90 €/m² |
| Trend 2022–2026 | +20,4 % |
| Kaufpreis-Miet-Multiplikator | 28,2x |
| Bruttomietrendite (dieser Stadt/PLZ) | 3,5 % |
Radebeul im Vergleich
Radebeul ist mit 9,90 €/m² rund 52,3 % teurer als der Sachsen-Median von 6,50 €/m².
| Stadt in Sachsen | Ø Miete |
|---|---|
| Dresden (01067) | 9,21 €/m² |
| Leipzig (04357) | 9,10 €/m² |
| Hellerau (01109) | 8,72 €/m² |
| Freital (01705) | 7,48 €/m² |
| Freiberg (09599) | 6,92 €/m² |
Preisentwicklung Radebeul
Die Mietpreise in Radebeul sind seit 2022 um 20,4 % gestiegen (Stand 2026). Das deutet auf anhaltend hohe Nachfrage und gute Wertsteigerungschancen hin.
Mietpreise Radebeul nach Wohnungsgröße
| Wohnfläche | Ø Miete (€/m²) |
|---|---|
| bis 40 m² | 10,13 €/m² |
| 41–60 m² | 9,83 €/m² |
| 61–90 m² | 10,56 €/m² |
| ab 91 m² | 11,46 €/m² |
Mietpreise Radebeul nach Baujahr
| Baujahr | Ø Miete (€/m²) |
|---|---|
| bis 1969 | 9,85 €/m² |
| 1970–1999 | 9,56 €/m² |
| 2000–2015 | 11,25 €/m² |
| nach 2015 | 14,28 €/m² |
Rendite & Kauf-vs-Miete in Radebeul
Setzt man die Kaltmiete (9,90 €/m²) ins Verhältnis zum Kaufpreis (3.348 €/m²), liegt die Bruttomietrendite in Radebeul bei rund 3,5 % im Jahr. Bei konstanter Miete – ohne Mietsteigerungen, Nebenkosten und Finanzierung – hätten die Kaltmieten nach etwa 28,2 Jahren den heutigen Kaufpreis je Quadratmeter eingespielt.
Marktlage & Ausblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Einwohner | 32.979 |
| Bevölkerungsentwicklung p.a. | +0,1 % |
| Mietpreistrend (Ø pro Jahr seit 2022) | +4,8 % |
| Kaufpreistrend (Ø pro Jahr seit 2022) | +2,1 % |
| Ø Bruttomietrendite (Region) | 3,5 % |
| Wanderungssaldo | +7,0 je 1.000 EW |
| Leerstandsquote | 8,5 % |
| Arbeitslosenquote | 5,7 % |
| Änderung Arbeitslosenquote | -0,0 Pp. |
| Bevölkerungsprognose bis 2045 | -17,7 % |
| Neubaurate | 1,9 je 1.000 EW |
| Lage-Score | 59/100 |
| Lage-Klasse | C |
Die Leerstandsquote von 8,5 % deutet auf einen eher entspannten Markt in Radebeul hin. Der positive Wanderungssaldo (7,0 je 1.000 Einwohner) spricht für anhaltende Nachfrage nach Wohnraum. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,7 % und ist zuletzt gesunken. Die Bevölkerungsprognose geht bis 2045 von einem Rückgang um rund 17,7 % aus. Im Lage-Rating erreicht Radebeul die Klasse C (Score 59/100). Die durchschnittliche Bruttomietrendite in der Region liegt bei 3,5 %.
Weitere Städte in Sachsen
Demografie Radebeul
Rund 32.979 Menschen leben in der Mittelstadt Radebeul (Sachsen). Die Einwohnerzahl bleibt weitgehend konstant, was für einen ausgeglichenen Markt spricht.
Häufige Fragen zu Mietpreisen in Radebeul
Wie hoch ist die Miete in Radebeul 2026?
Die durchschnittliche Kaltmiete in Radebeul (PLZ 01445) beträgt 9,90 €/m² (Stand 2026). Im Basis-Segment liegen die Mieten bei 8,26 €/m², im Premium-Segment bei 13,05 €/m².
Wie hat sich die Miete in Radebeul entwickelt?
Die Mietpreise in Radebeul sind seit 2022 um +20,4% gestiegen. Diese positive Entwicklung deutet auf eine stabile Nachfrage und gute Wertsteigerungschancen hin.
Wie liegt Radebeul im Vergleich zum Bundesdurchschnitt?
Radebeul liegt mit 9,90 €/m² ca. 2,0 % unter dem bundesweiten Durchschnitt von 10,10 €/m². Der Standort liegt leicht unter dem Durchschnitt und bietet ein günstiges Preisniveau.
Woher stammen die Mietpreis-Daten für Radebeul?
Grundlage der Werte ist eine laufende Auswertung von mehr als 250.000 realen Inseraten. Diese wird mit amtlichen Quellen kombiniert – den Erhebungen des Statistischen Bundesamts, den Raumdaten des BBSR und dem Zensus 2022. So bleibt die Einschätzung nah an der aktuellen Marktlage.
Wie unterscheiden sich die Mieten in Radebeul nach Wohnungsgröße?
Die Mietpreise in Radebeul variieren je nach Wohnungsgröße: bis 40 m²: 10,13 €/m², 41–60 m²: 9,83 €/m², 61–90 m²: 10,56 €/m², ab 91 m²: 11,46 €/m². Kleinere Wohnungen haben in der Regel einen höheren Quadratmeterpreis als größere Einheiten.
Welchen Einfluss hat das Baujahr auf die Miete in Radebeul?
Wie stark das Baujahr die Mieten in Radebeul prägt, zeigt die Staffelung: Baujahr bis 1969: 9,85 €/m², Baujahr 1970–1999: 9,56 €/m², Baujahr 2000–2015: 11,25 €/m², Baujahr nach 2015: 14,28 €/m². Ältere Bestände sind tendenziell günstiger, während Objekte nach 2015 dank aktueller Energiestandards und Ausstattung die höchsten Werte erreichen.
Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Radebeul?
Radebeul zählt aktuell rund 32.979 Einwohner. Die Bevölkerungsentwicklung liegt bei +0,1%. Die stabile Bevölkerungslage sorgt für eine gleichmäßige Nachfrage am Immobilienmarkt.
Was ist der Mietspiegel in Radebeul?
Der Mietspiegel bildet für Radebeul das ortsübliche Mietniveau ab und gibt Mietern wie Vermietern einen Anhaltspunkt für eine faire Miethöhe. Grundlage sind über 250.000 ausgewertete Inserate sowie amtliche Statistiken; die Werte sind nach Ausstattungsklasse (Einfach, Mittel, Gehoben), Wohnfläche und Baujahr aufgeschlüsselt.
Wie verhält sich die Miete zum Kaufpreis in Radebeul?
Der Kaufpreisfaktor in Radebeul liegt bei ca. 28,2x der Jahresmiete. Werte über 25 deuten auf ein teures Preisniveau im Verhältnis zur Miete hin. Zum Vergleich: Die aktuelle Miete liegt bei 9,90 €/m², der Kaufpreis bei 3.348 €/m².
Methodik
Die Mietpreise basieren auf einer fortlaufenden, KI-gestützten Auswertung von über 250.000 Immobilieninseraten, ergänzt durch Daten des Statistischen Bundesamts, des BBSR und des Zensus 2022. . Es handelt sich um keinen amtlichen Mietspiegel, sondern um eine eigene Markt-Auswertung realer Inserate. Die ausgewiesenen Werte sind Durchschnitte — je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Immobilie können die tatsächlichen Mieten abweichen.
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