Mietspiegel Greifswald 2026

Wer in Greifswald (PLZ 17489) mieten möchte, braucht belastbare Marktdaten. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 10,63 €/m². Damit ist Greifswald rund 31,2 % teurer als der Mecklenburg-Vorpommern-Median von 8,10 €/m².

Für Greifswald mit 56.092 Einwohnern (PLZ 17489, Landkreis Vorpommern-Greifswald) zeigt der Mietmarkt aus Mieter-Sicht ein überdurchschnittliches Preisniveau. Die mittlere Miete liegt 2026 bei 10,63 €/m², während die „einfache“ Miete bei 8,61 €/m² und die „gute“ Miete bei 13,00 €/m² liegt. Gegenüber dem Bundesland ist Greifswald damit 31,2 % teurer. Der Bevölkerungszuwachs von 0,27 % pro Jahr wirkt dabei nicht wie ein Bremser, sondern verstärkt in Verbindung mit der hohen Single-Haushaltsquote von 58,4 % die Nachfrage nach kleineren und mittleren Wohnungsgrößen.

Nachfrage und Preisdruck sind zusätzlich über die Angebotslage sichtbar: Die Leerstandsquote beträgt 6,9 %, was zwar Spielraum lässt, aber keinen starken Preisdämpfer liefert. Die Marktanspannung zeigt sich insbesondere darin, dass die Mietspanne zwischen einfach und gut von 8,61 €/m² bis 13,00 €/m² reicht und damit segmentabhängig spürbar unterschiedliche Zahlungsbereitschaften entstehen. Mit einer Akademikerquote von 14,6 % und einer Einkommenbasis (Index für den Landkreis) von 35.686 verschieben sich viele Mietentscheidungen in Lagen und Wohnungstypen, in denen die „gute“ Vermietbarkeit erreichbar ist. Insgesamt spiegelt der Wert im Bundesland-Miet-Perzentil von 46 eine Lage wider, in der Greifswald zwar nicht am oberen Extrem liegt, aber deutlich über dem regionalen Durchschnitt bleibt.

Entscheidend für die Mieter-Perspektive ist die Entwicklung: Zwischen 2022 und 2026 steigt die Miete um 56,6 %, ein Niveau, das Neuabschlüsse und Wiedervermietungen nachhaltig prägt. Damit wird das Mietniveau nicht nur kurzfristig erhöht, sondern die Preislogik über mehrere Jahre fortgeschrieben. In der Folge verschärft sich die Wirkung der Nachfragefaktoren: Der Anstieg der Haushaltsstruktur mit vielen Singlehaushalten trifft auf ein Angebot, das über die Leerstandsquote von 6,9 % zwar entlastet, jedoch nicht ausreicht, um Preisanstiege vollständig zu kompensieren. Für Mieter bedeutet das: Wer 2026 neu anmieten muss, zahlt typischerweise deutlich näher am Mittelwert von 10,63 €/m² als an der günstigen Schwelle von 8,61 €/m².

Kennzahlen Greifswald 2026

KennzahlWert
Ø Kaltmiete10,63 €/m²
Trend 2022–2026+56,6 %
Kaufpreis-Miet-Multiplikator27,1x
Bruttomietrendite (dieser Stadt/PLZ)3,7 %

Greifswald im Vergleich

Greifswald ist mit 10,63 €/m² rund 31,2 % teurer als der Mecklenburg-Vorpommern-Median von 8,10 €/m².

Stadt in Mecklenburg-VorpommernØ Miete
Rostock (18055)10,60 €/m²
Schwerin (19053)9,72 €/m²
Stralsund (18439)7,93 €/m²
Gallin (19258)7,76 €/m²
Neubrandenburg (17033)6,39 €/m²

Preisentwicklung Greifswald

Die Mietpreise in Greifswald sind seit 2022 um 56,6 % gestiegen (Stand 2026). Das deutet auf anhaltend hohe Nachfrage und gute Wertsteigerungschancen hin.

Mietpreise Greifswald nach Baujahr

BaujahrØ Miete (€/m²)
bis 196910,63 €/m²
1970–19999,47 €/m²
2000–201511,77 €/m²
nach 201512,86 €/m²

Mietpreise Greifswald nach Wohnungsgröße

WohnflächeØ Miete (€/m²)
bis 40 m²11,81 €/m²
41–60 m²10,25 €/m²
61–90 m²10,13 €/m²

Rendite & Kauf-vs-Miete in Greifswald

Bei einer Kaltmiete von 10,63 €/m² und einem Kaufpreis von 3.458 €/m² ergibt sich eine Bruttomietrendite von rund 3,7 % pro Jahr. Rein rechnerisch (ohne Mietsteigerungen, Nebenkosten und Finanzierung) summieren sich die Kaltmieten nach etwa 27,1 Jahren auf den heutigen Kaufpreis je Quadratmeter.

Marktlage & Ausblick

KennzahlWert
Einwohner56.092
Bevölkerungsentwicklung p.a.+0,3 %
Mietpreistrend (Ø pro Jahr seit 2022)+5,1 %
Kaufpreistrend (Ø pro Jahr seit 2022)-5,2 %
Ø Bruttomietrendite (Region)3,7 %
Wanderungssaldo+8,7 je 1.000 EW
Leerstandsquote6,9 %
Arbeitslosenquote8,8 %
Änderung Arbeitslosenquote-0,3 Pp.
Bevölkerungsprognose bis 2045-14,1 %
Neubaurate4,7 je 1.000 EW
Lage-Score68/100
Lage-KlasseB

Die Leerstandsquote von 6,9 % deutet auf einen eher entspannten Markt in Greifswald hin. Der positive Wanderungssaldo (8,7 je 1.000 Einwohner) spricht für anhaltende Nachfrage nach Wohnraum. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,8 % und ist zuletzt gesunken. Die Bevölkerungsprognose geht bis 2045 von einem Rückgang um rund 14,1 % aus. Im Lage-Rating erreicht Greifswald die Klasse B (Score 68/100). Die durchschnittliche Bruttomietrendite in der Region liegt bei 3,7 %.

Weitere Städte in Mecklenburg-Vorpommern

Demografie Greifswald

Greifswald ist eine Mittelstadt mit rund 56.092 Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern. Die stabile Bevölkerungslage sorgt für eine gleichmäßige Nachfrage am Immobilienmarkt.

Häufige Fragen zu Mietpreisen in Greifswald

Wie hoch ist die Miete in Greifswald 2026?

Die durchschnittliche Kaltmiete in Greifswald (PLZ 17489) beträgt 10,63 €/m² (Stand 2026). Im Basis-Segment liegen die Mieten bei 8,61 €/m², im Premium-Segment bei 13,00 €/m².

Wie hat sich die Miete in Greifswald entwickelt?

Die Mietpreise in Greifswald sind seit 2022 um +56,6% gestiegen. Diese positive Entwicklung deutet auf eine stabile Nachfrage und gute Wertsteigerungschancen hin.

Wie liegt Greifswald im Vergleich zum Bundesdurchschnitt?

Greifswald liegt mit 10,63 €/m² ca. 5,2 % über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,10 €/m². Der Standort liegt leicht über dem Durchschnitt.

Woher stammen die Mietpreis-Daten für Greifswald?

Grundlage der Werte ist eine laufende Auswertung von mehr als 250.000 realen Inseraten. Diese wird mit amtlichen Quellen kombiniert – den Erhebungen des Statistischen Bundesamts, den Raumdaten des BBSR und dem Zensus 2022. So bleibt die Einschätzung nah an der aktuellen Marktlage.

Wie unterscheiden sich die Mieten in Greifswald nach Wohnungsgröße?

Die Mietpreise in Greifswald variieren je nach Wohnungsgröße: bis 40 m²: 11,81 €/m², 41–60 m²: 10,25 €/m², 61–90 m²: 10,13 €/m². Kleinere Wohnungen haben in der Regel einen höheren Quadratmeterpreis als größere Einheiten.

Welchen Einfluss hat das Baujahr auf die Miete in Greifswald?

In Greifswald macht sich das Baujahr klar im Mietniveau bemerkbar: Baujahr bis 1969: 10,63 €/m², Baujahr 1970–1999: 9,47 €/m², Baujahr 2000–2015: 11,77 €/m², Baujahr nach 2015: 12,86 €/m². Jüngere Gebäude – vor allem Neubauten ab 2015 – liegen wegen besserer Energieeffizienz und moderner Ausstattung meist an der Spitze.

Wie entwickelt sich die Bevölkerung in Greifswald?

Greifswald zählt aktuell rund 56.092 Einwohner. Die Bevölkerungsentwicklung liegt bei +0,3%. Die stabile Bevölkerungslage sorgt für eine gleichmäßige Nachfrage am Immobilienmarkt.

Was ist der Mietspiegel in Greifswald?

Als ortsübliche Vergleichsmiete beschreibt der Mietspiegel für Greifswald, was für Wohnraum vergleichbarer Art und Lage üblicherweise verlangt wird – eine Orientierung für beide Vertragsseiten. BaseImmo leitet ihn aus mehr als 250.000 Inseraten und offiziellen Datenquellen ab und differenziert nach Ausstattung (Einfach, Mittel, Gehoben), Größe und Baujahr.

Wie verhält sich die Miete zum Kaufpreis in Greifswald?

Der Kaufpreisfaktor in Greifswald liegt bei ca. 27,1x der Jahresmiete. Werte über 25 deuten auf ein teures Preisniveau im Verhältnis zur Miete hin. Zum Vergleich: Die aktuelle Miete liegt bei 10,63 €/m², der Kaufpreis bei 3.458 €/m².

Methodik

Methodisch fließen über 250.000 fortlaufend ausgewertete Immobilieninserate sowie Daten des Statistischen Bundesamts, des BBSR und des Zensus 2022 in die Berechnung ein. . Wichtig: Dies ist kein amtlicher Mietspiegel, sondern eine eigene Markt-Auswertung — die Werte sind Durchschnitte und können je nach Lage und Ausstattung im Einzelfall abweichen.

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